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Wärmebrücke

Warmhalten an der Speisenausgabe: Bain-Marie, Vitrine oder Wärmebrücke?

Kurz gesagt: Zum Warmhalten an der Ausgabe gibt es drei Bauarten, und sie lösen unterschiedliche Aufgaben. Das Bain-Marie hält über ein Wasserbad indirekt warm — schonend, aber feucht. Die Warmhaltevitrine arbeitet mit trockener Wärme hinter Glas und hält Ware sichtbar. Die Wärmebrücke strahlt von oben auf Teller und Portionen, die nur kurz stehen. Keine der drei gart nach: Sie halten den erreichten Zustand, sie stellen ihn nicht her.

Bain-Marie: schonend, aber feucht

Beim Bain-Marie steht der GN-Behälter im erwärmten Wasser, nicht auf der Heizfläche. Die Wärme kommt dadurch gleichmäßig und ohne heiße Stellen an — Saucen, Beilagen und Eintöpfe trocknen deutlich langsamer aus als über direkter Hitze. Der Preis dafür ist die Feuchtigkeit: Panaden und Frittiertes verlieren im Bain-Marie ihre Kruste.

Im Betrieb zählt der Wasserstand. Läuft die Wanne leer, überhitzt die Ware und das Heizelement arbeitet trocken. Fahrbare Ausführungen mit mehreren GN-1/1-Positionen sind für Bankett und Catering gedacht, feste Auftischgeräte für den Posten.

Warmhaltevitrine: trocken und sichtbar

Die Vitrine hält mit trockener Wärme hinter Glas — die richtige Wahl überall dort, wo die Ware knusprig bleiben und gleichzeitig gesehen werden soll: Imbiss, Bäckerei, Tankstelle, Theke. Der Nutzinhalt reicht von kleinen Aufsatzgeräten bis zu Standmodellen; ausschlaggebend ist, wie viele Portionen gleichzeitig vorgehalten werden und wie schnell sie abverkauft werden.

Weil trockene Wärme der Ware Feuchtigkeit entzieht, gilt hier der umgekehrte Grundsatz zum Bain-Marie: Was ohnehin saftig bleiben soll, gehört nicht stundenlang in die Vitrine.

Wärmebrücke: kurze Standzeit an der Ausgabe

Die Wärmebrücke sitzt über der Ausgabefläche und strahlt nach unten. Sie ist für die letzten Minuten gedacht — angerichteter Teller wartet auf den Service, Beilagen stehen bereit. Für längeres Vorhalten ist sie nicht gebaut; dafür sind Bain-Marie oder Vitrine da.

Anschluss und Regelbereich

Die meisten Geräte dieser Gruppe laufen an 230 V und sind damit ohne Drehstromanschluss einsetzbar — ein Punkt, der bei mobilen Aufbauten und Catering den Ausschlag gibt. Der Thermostat deckt typischerweise den Bereich von rund 30 bis 90 °C ab: Das untere Ende reicht zum Warmhalten von Geschirr, das obere für Speisen an der Ausgabe.

Passende Geräte finden Sie unter Wärmebrücke, ergänzende Behälter unter Gastronormbehälter und geschlossene Lösungen unter Wärmeschränke.

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